Spritpreis-Schock in Deutschland: Verdient der Staat heimlich an jedem Liter mit? ⛽😱
Spritpreis-Schock in Deutschland: Verdient der Staat heimlich an jedem Liter mit? ⛽😱
Die Spritpreise erreichen schwindelerregende Höhen. Diesel hat jetzt die 2-Euro-Marke durchbrochen und liegt höher als BenzinFoto: Jan Huebner/Jan Huebner05.03.2026 – 07:18 UhrTTS-Player überspringenText to Speech: So verdient Finanzminister Klingbeil an den hohen SpritpreisenGeschwindigkeit der WiedergabeArtikel weiterlesenBerlin –Die Spritpreise knallen rauf, und es macht kräftig Klingeling in der Kasse von FinanzministerLars Klingbeil(48, SPD). Michael Haberland (58), Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland, kritisiert die Bundesregierung fürs Kassemachen auf dem Rücken der Autofahrer. Er fordert in BILD eine sofortige Spritpreis-Bremse und das Aussetzen der CO₂-Steuer.Am Dienstag kletterte der Benzinpreis auf mehr als zwei Euro, am Mittwoch schoss der Dieselpreis nach und überholte sogar den Benzinpreis. Haberland ist sauer, rechnet in BILD vor: „Bei 2 Euro pro Liter nimmt sich der Staat 1,13 Euro an Steuern.“50 Prozent des Spritpreises sind SteuernJe höher die Preise an den Tankstellen steigen, umso mehr klingelt es in Klingbeils Kasse: Bei 2,20 Euro für einen Liter Sprit sind es 1,16 Euro Steuern, steigt der Preis auf 2,60 Euro, verdient der Staat 1,22 Euro pro Liter.So verdient der Staat an jedem Liter Sprit: 50,1 Cent Mineralölsteuer, 15,4 Cent Ökosteuer, 15,7 Cent CO₂-Steuer und oben drauf kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den Gesamtpreis. Bei 2 Euro pro Liter Benzin sind das 31,9 Cent, bei 2,20 Euro schon 35,1 Cent Mehrwertsteuer.
Haberland zu BILD: „Das ist ein Selbstbedienungsladen, das Geld in Form von Steuern sprudelt von allein.“ Er fordert eineSpritpreis-Bremse,wie sie der Staat im Sommer 2022 wegen des Ukraine-Kriegs eingeführt hatte. Damals wurden die Autofahrer laut Clubchef zwischen 17 und 35 Cent für Diesel und Benzin entlastet.Auch der ADAC kritisiert die Preissteigerungen als unverhältnismäßig hoch. Eine Sprecherin zu BILD: „Die Mineralölwirtschaft gibt den gestiegenen Rohöl-Preis an die Verbraucher weiter, noch bevor die Kosten angefallen sind, denn die Tanklager sind noch mit zu niedrigeren Preisen erworbenen Kraftstoffen gefüllt.“
Michael Haberland (58), Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland, kritisiert die Politik, die an den hohen Preisen kräftig mitverdientFoto: Stefan M. PragerDas Abkassieren an der Zapfpistole ruft nun auch die SPD in der Regierung auf den Plan. Nach BILD-Informationen haben die Genossen dem Wirtschaftsministerium von CDU-Frau Katherina Reiche (52) klargemacht, dass sie eine kartellrechtliche Prüfung der Spritpreise erwarten. Das wurde laut SPD dann auch zugesagt.Obwohl es in Klingbeils Kassen wegen der Spritpreise Klingeling macht, freut der sich nicht. Denn höhere Spritpreise würgen das Wirtschaftswachstum ab, dazu kommen die Turbulenzen an der Börse.Im Finanzministerium wurden nach BILD-Informationen die Krisenmechanismen aktiviert: tägliches Lagebild zu den Finanzmärkten, täglicher Austausch mit Bundesbank und Finanzaufsicht Bafin, Vorbereitung aller denkbaren Gegenmaßnahmen (z. B. Abfederung von Preisschocks). Noch in dieser Woche schaltet sich Klingbeil mit seinen Kollegen der wirtschaftsstarken G-7-Länder (USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien) zusammen. Sie beraten die Auswirkungen desIran-Kriegesauf Wirtschaft und Staatshaushalte.




