Neuer Zoff in der AfD: Hinter den Kulissen wächst der Streit zwischen Ost und West……

Neuer Zoff in der Rechtsaußen-Partei:Plötzlich Westen gegen Osten in der AfD!

 

AfD-Parteichef Tino Chrupalla (50)

AfD-Parteichef Tino Chrupalla (50)

Foto: Harald Tittel/dpa

Berlin – In der AfD brechen alte Grabenkämpfe auf: West gegen Ost! AfD-Chef Tino Chrupalla (50, Sachsen) gegen den einflussreichen Landesverband Baden-Württemberg. Der harte Vorwurf aus dem Südwesten: Chrupalla lasse die nötige Wertschätzung für den AfD-Ministerpräsidenten-Kandidaten Markus Frohnmaier (35) vermissen.

Zwar hatte er dessen Wahlkampf bei „Markus Lanz“ als „hervorragend“ gelobt – doch dann kam der Nachsatz, der die BaWü-AfDler auf die Palme bringt. Über Frohnmaiers Nominierung sagte Chrupalla: Es hätte „keine Alternativen“ gegeben, von denen man geglaubt hätte, „mit dem können wir Wahlkampf machen, so ehrlich muss man sein“. Im Klartext: Sie hatten nur keinen Besseren.

Die Kritik des Sachsen Chrupalla stößt bei der Südwest-AfD auf Unverständnis – und sorgt für Kopfschütteln. Marc Bernhard (54), BaWü-Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, stellt sich demonstrativ hinter Frohnmaier. Zu BILD sagt er: „Markus Frohnmaier hat in Baden-Württemberg nicht nur in kürzester Zeit die Landespartei geeint, sondern auch einen hervorragenden Wahlkampf organisiert und das beste jemals gemessene Ergebnis in Westdeutschland erzielt.“

Und kritisiert Chrupallas Aussagen deutlich: „Von einem Parteivorsitzenden würde ich für eine solche Leistung Anerkennung und keine Kritik erwarten. Aus meiner Sicht wäre das geboten.“ Frohnmaier stand bei der vergangenen Landtagswahl nicht auf der Landesliste. Die AfD holte aber mit ihm als Wahlkampf-Gesicht 18,8 Prozent der Stimmen (Verdopplung im Vergleich zur vorigen Landtagswahl).

Marc Bernhard (54, Baden-Württemberg) sitzt für die AfD im Bundestag

Marc Bernhard (54, Baden-Württemberg) sitzt für die AfD im Bundestag

Foto: picture alliance/dts-Agentur

Ein anderer Bundestagsabgeordneter aus dem Westen sagt über Chrupallas Frohnmaier-Kritik: „Das geht gar nicht.“ Er wirft dem Parteichef „Konkurrenzangst“ vor. Der neue Ost-West-Streit macht deutlich: Vor den Vorstandswahlen Anfang Juli steht die AfD unter Spannung. Dann stellen sich Parteichef Tino Chrupalla und Co-Vorsitzende Alice Weidel (47) zur Wiederwahl. Ihre Wahlergebnisse entscheiden über Macht und Einfluss in der Partei.

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